Modul KS VI – Regionalsprachen: Irisch und andere

Modul KS VI – Regionalsprachen: Irisch und andere

Das Institut für Sorabistik bietet in Kooperation mit dem Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) das Modul KS VI "Keltische Studien VI – Regionalsprachen: Irisch und andere" an. Die Studierenden können sich ab sofort über TOOL einschreiben. In diesem Modul wählen Studierende eine der beiden Lehrveranstaltungen bei Herrn Professor Giugliano. Prüfungsleistung ist eine zweiteilige schriiftliche Hausarbeit bestehend aus einem katalanischen und einem irischen Teil.

Lehrveranstaltungen:

 

Fachirisch

Dr. Patrick McCafferty

mittwochs 15:15 – 16:45, NSG, S 329, LV ab 11.04.2018

donnerstags 13:15 – 14:45, S 303, LV ab 12.04.2018

Voraussetzungen: mindestens Irsch I–V oder gleichwertige Qualifikation

 

Literatur und Übersetzung: kanonische Texte der katalanischen Literatur in deutscher Übersetzung1

Dr. Marcello Giugliano

dienstags, 17:15 – 19:30, GWZ, H4 5.16, LV ab 17.04.

 

Gender, Kultur und Nationalidentität in Katalonien am Schnittpunkt von Imagologie und Translatologie2

Dr. Marcello Giugliano

mittwochs, 17:15 – 19:30, GWZ, H5 5.16, LV ab 18.04.2018

 

1 Der Kurs zielt darauf ab, den Studierenden die Texte der katalanischen Kanonliteratur näher zu bringen und durch die Einführung einer translatorischen Perspektive kritische Betrachtungen über die Beziehung zwischen den beiden Kulturen zu entwickeln. Um dieses allgemeine Ziel zu erreichen, sollen die Studierenden Kompetenzen erwerben und Teilziele erreichen, die in vier Hauptthemenbereiche unterteilt sind: (a) Katalanische Literatur; (b) Übersetzungswissenschaft; (c) Sprachwissenschaft; (d) Kulturelle Kontakte zwischen Katalonien und Deutschland. Die translatorische Perspektive bietet den methodischen Rahmen für die Analyse literarischer Texte, die im Kurs vorgestellt werden. Eine kontrastive linguistische und stilistische Analyse von literarischen Texten und deren Übersetzungen soll einerseits eine kritische Einstellung für eine Interpretation der Texte ermöglichen. Auf der anderen Seite erlaubt das von den Studierenden individuell und in Gruppen durchgeführte Übersetzungsprojekt, die problematischeren und kulturell tiefer verwurzelten strukturelleren Elemente des Textes zu analysieren. Im Laufe der Vorlesung wird die Teilnahme der Studierenden an der Entwicklung eines literarischen Übersetzungsprojekts gefördert. Das Projekt besteht aus einer kooperativen Übersetzungsarbeit einer Auswahl kurzer literarischer Texte ins Deutsche.

2 Der Kurs zielt darauf ab, die Begriffe Gender, Kultur und Nationalidentität aus einer imagologischen und translatologischen Perspektive zu beschreiben und kritisch zu analysieren. Der imagologische Ansatz ermöglicht die Definition und Analyse der Bilder Gender, Kultur und Nationalidentität; der translatologische führt eine kontrastive Dimension ein, die den ideologischen Diskurs hinter der Konstruktion des Bildes und seine potentielle Manipulation während des Übersetzungsprozesses veranschaulicht. Zuerst wird der Fachbegriff Bild (Selbstbild und Heterobild) innerhalb der Imagologie, seine Eigenschaften und die Dynamik, die zu seiner Verbreitung innerhalb einer bestimmten Kultur beiträgt, eingeführt. Genderbilder, Kulturbilder und Bilder einer Nationalidentität werden anhand von Beispielen aus der katalanischen Kultur und ihrem Kontakt mit der deutschen Kultur beschrieben. Der translatologische Ansatz trägt dazu bei, die Schaffung eines kulturellen Bildes, seine Verbreitung in der deutschen Kultur und die Schnittpunkte zwischen der katalanischen und deutschen Kultur zu klären. Während des Kurses werden Texte verschiedener Genres präsentiert und analysiert (Journalismus, Literatur, Film, Comics etc.). Schließlich sind die Studierenden während des Kurses dazu aufgefordert, an der Entwicklung eines Analyse- oder Übersetzungsprojekts teilnehmen. Das Projekt besteht aus einer kooperativen Arbeit, die zur Beschreibung der textuellen Strategien für die Darstellung von Bildern der katalanischen kulturellen Identität in unterschiedlichen Textsorten führen soll.

letzte Änderung: 06.12.2018